ForkOn erreicht beim Digital Hub Award den 2. Platz

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Wie werden Logistikunternehmen sich zukünftig im B2B-Wettbewerb behaupten? Darauf gibt es aktuell noch keine eindeutige Antwort. Auf dem Dortmunder Zukunftskongress Logistik diskutierten die Teilnehmer aber schon jetzt über mögliche Szenarien und präsentierten konkrete Lösungsansätze. Unter dem Motto „Silicon Economy – Künstliche Intelligenz als Treiber neuer Geschäftsmodelle“ kamen am 17. und 18. September 2019 rund 500 Entscheider der Logistikbranche zusammen, um sich unter anderem über Ökonomie-Plattformen, Blockchains, cyberphysische Systeme und Machine Learning auszutauschen.

Eröffnet wurde das Zukunftsplenum durch den geschäftsführenden Institutsleiter des Fraunhofer IML, Prof. Dr. Michael ten Hompel. Er gilt als Wegbereiter des Internet der Dinge in Deutschland und ist darüber hinaus Initiator von Europas bedeutendstem Logistikforschungscluster.

Ten Hompel, in der Branche auch als „Logistikpapst“ bekannt, ist von radikalen Veränderungen in dem Sektor durch neue Technologien überzeugt. „Diese Entwicklung ist unumkehrbar. Insbesondere in der Logistik leben wir heute noch in einer weitgehend analogen Welt. Doch die Digitalisierung wird jetzt sehr schnell vonstattengehen“. Unter dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und Assistenzsystemen würden offene Plattformen entstehen, aus denen eine Silicon Economy resultiere, so ten Hompel weiter.

Schon heute existiere dafür das technologische Fundament. Es sei also nur noch eine Frage der Zeit, wann und wie KI-Verfahren massenhaft zum Einsatz kämen. Warum er davon überzeugt ist, dass die als konservativ geltende Logistikbranche verstärkt auf Zukunftstechnologien setzt, begründet er mit der vollständigen Algorithmierbarkeit der Logistik. Die einzelnen Prozessschritte der physischen Logistik, die richtige Ware zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen, seien einfach und meist sogar standardisiert. Die Kunst läge jedoch darin, diese Prozesse zu vernetzen und zu optimieren. Für ten Hompel zählt dies zu den komplexesten Herausforderungen der Logistik, wobei er in Künstlicher Intelligenz ein effizientes Werkzeug sieht, um diesen Problemen zu begegnen.

Neben Vertretern aus Wissenschaft und Politik, wie beispielsweise der Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, der über Innovationen, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sprach, wurden von zahlreichen namenhaften Wirtschaftsvertretern Vorträge gehalten. Markus Sontheimer, CIO und Mitglied des Vorstandes von DB Schenker, sprach über die wichtige Rolle, die Künstliche Intelligenz in Zukunft spielen wird. Über die Zukunft von Mobilität referierte Laurin Sepoetro, Public Policy Manager bei Uber und Björn Anderseck, Market Supply Chain Director bei Mars, hielt seinen Vortrag über Supply Chain als Consumer Experience unter dem einprägsamen Titel „Catch ´em all“.

Der Höhepunkt des Zukunftskongresses war für ForkOn der Wettbewerb für Logistik-Startups und Start-ins. Seit 2017 wird der Digital Logistics Award jährlich im Rahmen des Zukunftskongresses Logistik vergeben. Mit dieser Ausschreibung möchte der Digital.Hub Logistics kreative Business-Lösungen   IMG_1811
für die digitale Arbeitswelt in der Logistik würdigen und fördern. Im Vorfeld hat sich ForkOn zusammen mit über 30 anderen Startups und Start-ins beworben. Zu der Bewerbung gehörten ein Kurzvideo und ein Pitchdeck. Das eingereichte Video musste in weniger als einer Minute die Idee und das Alleinstellungsmerkmal des neuen Produkts, beziehungsweise der Dienstleistung, anschaulich darstellen. Geprüft wurden die Bewerbungen durch eine Expertenjury aus Wissenschaft und Wirtschaft. Zu unserer großen Freude waren wir unter den acht Finalisten, die sich auf dem Zukunftskongress vorstellen durften. Am ersten Tag des Zukunftskongresses hatten wir die Möglichkeit in einem fünfminütigen Pitch dem Fachpublikum die Idee hinter ForkOn vorzustellen. Wir konnten die Anwesenden überzeugen und wurden zum Zweitplatzierten des diesjährigen Digital Logistics Award gewählt.

Die Teilnahme am Zukunftskongress war für ForkOn in vielerlei Hinsicht ein Erfolg. Neben der Auszeichnung mit dem Digital Logistics Award, konnten wir viele wertvolle Kontakte knüpfen und hatten die Chance uns mit Branchenexperten aus unterschiedlichsten Bereichen auszutauschen. Die Eindrücke, die wir auf dem Zukunftskongress sammeln konnten, bestätigen uns darin, dass wir mit unserem Lösungsansatz zur Digitalisierung der Intralogistik den Nerv der Zeit treffen und uns auf dem richtigen Weg befinden. Darüber hinaus verdeutlicht der Digital Logistics Award, wie Startups durch ihre Flexibilität und Agilität die Ansätze der Forschung für Kunden praktikabel umsetzen und damit die Logistikbranche auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.

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